Literaturpreise des Freistaats Bayern

Auszeichnungen des Freistaats Bayern für unabhängige Verlage

Eine Collage der Buchcover von Bayerns besten Independent Büchern des Jahres 2021 (© StMWK)
Eine Collage der Buchcover von Bayerns besten Independent Büchern des Jahres 2021 (© StMWK)

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst vergibt jährlich Auszeichnungen für unabhängige Verlage in Bayern in Höhe von 50.000 Euro. Die Auszeichnungen würdigen die kulturelle Leistung der unabhängigen Verlage in Bayern in ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung für eine vielfältige und historisch gewachsene Buchkultur und kulturelle Vielfalt.

Bayerns beste Independent-Bücher
Die Empfehlungsliste von 10 Publikationen unabhängiger Verlage in Bayern wird als undotierte Auszeichnung vergeben. Die Publikationen sind im Herbst des Vorjahres und Frühjahr des laufenden Jahres erschienen.

Verlagsprämien des Freistaats Bayern
Die Verlagsprämien werden für ein überzeugendes Publikationsvorhaben und für ein qualitätvolles Verlagsprogramm vergeben. Jährlich werden 10 Verlagsprämien in Höhe von jeweils 5.000 € vergeben.

Bewerben können sich konzernunabhängige Verlage mit einem Firmensitz in Bayern mit einem Umsatz bis zu 1 Mio. Euro. Es gilt hierfür jeweils der Umsatz des Vorjahres. Auch Verlage, die ausschließlich E-Books oder Hörbücher produzieren, sind ausdrücklich eingeladen, sich zu bewerben.

Die eingereichten aktuellen Publikationen wie auch die Publikationsvorhaben müssen einer der folgenden Kategorien zuzuordnen sein: Belletristik, Lyrik, Kinder- und Jugendliteratur, Comic/Graphic-Novel, Kunst-/Sachbuch, Bibliophiles

Über die Vergabe der Auszeichnungen entscheidet der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury, die das Verlags- und Buchhandelswesen, die Medien und das kulturelle Leben vertritt. Ein Rechtsanspruch auf einen Preis besteht nicht.

Bewerbungsfrist für die Verlagsauszeichnungen 2022 ist am 1. Mai 2022.

Bisher ausgezeichnete Verlage:

Bayerns Beste Independent Bücher 2020: Erstmals neue Auszeichnung für verlegerische Arbeit

Verlagsprämie des Freistaats Bayern 2020: neue Auszeichnung für zehn ausgewählte Verlage

Bayerns Beste Independent Bücher 2021 und Verlagsprämien des Freistaats Bayern 2021

Bewerbungsunterlagen

Kontakt

Dr. Elisabeth Donoughue
Ministerialrätin
Referentin für Literaturförderung
089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmwk.bayern.de

Kunstförderpreis in der Sparte Literatur

Mit der jährlichen Verleihung von Förderpreisen an Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der Anfangsphase ihres Schaffens verbindet sich die Absicht einer gezielten Nachwuchsförderung. Die Förderpreise sollen begabte Autorinnen und Autoren am Beginn ihres Schaffens auf ihrem eingeschlagenen Weg bestärken und ein Anreiz zur weiteren schriftstellerischen Entfaltung sein. Seit 1965 haben 121 Nachwuchsautorinnen und Autoren einen Förderpreis, der zurzeit mit einer Geldsumme von 6.000 Euro dotiert ist, erhalten.

Auswahl der Preisträger

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst verleiht bis zu vier Förderpreise an Schriftstellerinnen und Schriftsteller am Beginn ihres Schaffens, die ihre literarische Begabung in Veröffentlichungen bewiesen haben und in Bayern wohnen, auf der Grundlage von Vorschlägen eines Gutachterausschusses. Vorschläge, die von dritter Seite (z. B.  von einem Verlag) im Ministerium eingehen, werden an die Jury weitergegeben.  

Einer der vier Preise ist regelmäßig literarischen Übersetzerinnen und Übersetzern vorbehalten.

Die Vorschläge sollten mit einem Leseexemplar als PDF, (ob von einem Werk oder von verschiedenen Werken, ist freigestellt) und einem Lebenslauf samt Werkverzeichnis möglichst bis 15. März eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.  

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Referat K.1
Salvatorstraße 2
80333 München  

Kontakt:
RDin Dr. Elisabeth Donoughue
Tel.: 089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmwk.bayern.de

Träger des Kunstförderpreises in der Sparte Literatur

  • 1965 Johannes Rüber
  • 1966 Alexander Kluge
  • 1967 Horst Bienek
  • 1969 Herbert Schmidt-Kaspar
  • 1970 Herbert Rosendorfer
  • 1971 Manfred Bieler
  • 1972 Uwe Dick
  • 1973 Ulf Miehe
  • 1975 Hans-Dieter Schäfer
  • 1976 Rainer Malkowski
  • 1977 Mathias Schröder
  • 1980 Udo Steinke
  • 1981 Wolfgang Gabel, Godehard Schramm
  • 1982 Alfred Gulden, Jörg Krichbaum, Michael Krüger
  • 1983 Gerhard Köpf
  • 1984 Fitzgerald Kusz
  • 1985 Bettina Blumenberg, Margit Irgang
  • 1986 Hans Pleschinski
  • 1987 Gerhard Falkner, Lukas Hammerstein, Andreas Nohl
  • 1988 Matthias Politycki, Peter Schallmey
  • 1989 Georg Brun, Susanne Röckel
  • 1990 Kerstin Specht, Reinhold Ziegler
  • 1991 Ludwig Steinherr, Thomas Strittmatter
  • 1992 Robert Fischer, Michael von Killisch-Horn, Tanja Kinkel
  • 1993 Franz Dobler, Helmut Haberkamm
  • 1994 Klaas Huizing, Dagmar Leupold
  • 1995 Nevfel Cumart, Georg M. Oswald
  • 1996 Werner Fritsch, Andreas Neumeister
  • 1997 Friedrich Ani, Ulrike Draesner, Elke Link & Sabine Roth
  • 1998 Wolfgang Bauer, Norbert Niemann, Bernhard Setzwein
  • 1999 Rainer Eder, Michael Lentz, Elmar Tannert
  • 2000 Susanne Lange, Susanne Schedel, Maike Wetzel
  • 2001 Klaus Böldl, Fridolin Schley, Katrin Stehle
  • 2002 Lisbeth Exner, Thomas Lang, Christine Wunnicke
  • 2003 Heike Geißler, Holger Helbig, Lars Vollert
  • 2004 Ewald Arenz, Wieland Freund, Claudia Klischat
  • 2005 Lena Gorelik, Volker Klüpfel & Michael Kobr, Jens Petersen
  • 2006 Nuran David Calis, Nora Gomringer, Katja Huber
  • 2007 Maximilian Dorner, Kilian Fitzpatrick & Nikolai Vogel, Daniel Grohn, Thomas von Steinaecker
  • 2008 Karin Fellner, Stefanie Geiger, Luis Ruby
  • 2009  Beate Teresa Hanika, Anja Utler, Benedict Wells
  • 2010 Stephan Knösel, Tom Schulz, Benjamin Stein
  • 2011 Katharina Eyssen, Veronika Rothfuß, Max Scharnigg
  • 2012 Lydia Daher, Christian Lorenz Müller, Elias Wagner
  • 2013 Martin Beyer, Jonas Lüscher, Christian Schloyer
  • 2014 Kenah Cusanit, Joshua Groß, Susanne Krones, Manuel Niedermeier
  • 2015 Silke Kleemann, Lilian Loke, Tobias Roth, Barbara Yelin
  • 2016 Pierre Jarawan, Mercedes Lauenstein, Jan Schönherr
  • 2017 Paul-Henri Campbell, Mara-Daria Cojocaru, Kristina Pfister
  • 2018 Helwig Arenz, Anne Freytag, Dominik Wendland
  • 2019 Katharina Adler, Tristan Marquardt, Benedikt Feiten, Nora Zapf
  • 2020 Andreas Thamm, Dana von Suffrin, Lisa Frühbeis, Lisa Jeschke
  • 2021 Martin Dolejš, Markus Ostermair, Tobias Roth, Alke Stachler

Jean-Paul-Preis und Karl-Vossler-Preis

Die Vergabe von Literaturpreisen ist eine bewährte Form öffentlicher Anerkennung und Auszeichnung eines Schriftstellers, verbunden mit einer Förderung und Werbung für sein Werk.  

Der Freistaat Bayern hat im Jahr 1983 den "Bayerischen Literaturpreis" geschaffen, der mit einer Preissumme von 20.000 Euro verbunden ist. Der Literaturpreis wird alle zwei Jahre als Jean-Paul-Preis zur Würdigung des literarischen Gesamtwerks eines deutschsprachigen Schriftstellers vergeben. Die Preise verleiht der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst auf der Grundlage von Vorschlägen einer Jury.  

Bis 2002 wurde darüber hinaus der Karl-Vossler-Preis in Anerkennung deutschsprachiger Darstellungen von literarischem Rang verliehen.

Träger des Jean-Paul-Preises

  • 1983 Hans Egon Holthusen
  • 1985 Friedrich Dürrenmatt
  • 1987 Botho Strauß
  • 1989 Horst Bienek
  • 1991 Hermann Lenz
  • 1993 Gertrud Fussenegger
  • 1995 Siegfried Lenz
  • 1997 Günter de Bruyn
  • 1999 Herbert Rosendorfer
  • 2001 Gerhard Polt
  • 2003 Thomas Hürlimann
  • 2005 Sarah Kirsch
  • 2007 Uwe Dick
  • 2009 Eckhard Henscheid
  • 2011 Brigitte Kronauer
  • 2013 Petra Morsbach 
  • 2015 Gerhard Roth
  • 2017 Alexander Kluge
  • 2019 Ursula Krechel
  • 2021 Barbara Honigmann

Träger des Karl-Vossler-Preises

  • 1984 Prof. Dr. Hubert Markl - Biologe
  • 1986 Prof. Dr. Josef Isensee - Jurist
  • 1988 Prof. Dr. Wolf Lepenies - Soziologe
  • 1990 Prof. Dr. Friedrich Cramer - Biochemiker
  • 1992 Prof. Dr. Harald Weinrich - Sprachwissenschaftler
  • 1994 Prof. Dr. Hans-Martin Gauger - Romanist, Sprachwissenschaftler
  • 1996 Prof. Dr. Arnold Esch - Historiker
  • 1998 Prof. Dr. Peter Gülke - Musikwissenschaftler
  • 2000 Prof. Dr. Dieter Borchmeyer - Germanist, Theaterwissenschaftler
  • 2002 Prof. Dr. Otfried Höffe - Philosoph

Auszeichnung "Bayerns Buchhandlung des Jahres"

Bayern genießt eine vielfältige Buchhandelslandschaft, in der Buchhandlungen auch in kleineren Orten das kulturelle Leben der Kommunen wesentlich mitbestimmen, die Öffentliche Hand in der Kulturvermittlung unterstützen und Lebensqualität in der Region schaffen. Um herausragende Leistungen der Buchhandlungen für die Kulturvermittlung zu unterstützen, vergibt der Freistaat Bayern im zweijährigen Turnus den mit 7.500 € dotierten Preis „Bayerns Buchhandlung des Jahres“ für das kulturelle Engagement einer Buchhandlung.

Bewerben können sich Inhaberinnen und Inhaber von Buchhandlungen, die mit Veranstaltungen und Aktionen in ihrer Region ihr herausragendes kulturelles Engagement unter Beweis gestellt haben.

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury, die das Verlags- und Buchhandelswesen, die Medien und das kulturelle Leben vertritt. Ein Rechtsanspruch auf einen Preis besteht nicht.

Bisher ausgezeichnete Buchhandlungen:
2015 Buchhandlung Buchfink, Parsberg
2016 Buchhandlung Schmid, Schwabmünchen
2017 Buchhandlung Pelzner, Nürnberg-Eibach
2019 Buchhandlung Barbaras Bücherstube, Moosburg
2021 Buchhandlung Bräunling, Puchheim

Die nächste Bewerbungsrunde ist voraussichtlich im Jahr 2023.

Kontakt

Frau MRin Dr. Elisabeth Donoughue
089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmwk.bayern.de

Preis für einen bayerischen Kleinverlag

Bis 2018 vergab der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst einen Preis für einen bayerischen unabhängigen Verlag (dotiert mit 7.500 Euro). 

Der Preis würdigte die Leistungen bayerischer Verlegerinnen und Verleger, die auf dem Buchmarkt mit qualitätvollen Programmen und eigenen gestalterischen Profilen die Verlagslandschaft wesentlich bereichern. Der Preis für einen bayerischen Kleinverlag feierte im Jahr 2018 sein 10-jähriges Jubiläum. 2019 wurde der Preis angesichts der aktuellen Entwicklungen und Diskussionen der Situation der unabhängigen Verlage ausgesetzt.

Träger des Preises für einen bayerischen unabhängigen Verlag

2009 mixtvision-Verlag, München

2010 lichtung verlag, Viechtach

2011 edition fünf, Gräfelfing

2012 starfruit publications, Nürnberg

2013 Horncastle Verlag, München

2014 Volk Verlag, München

2015 Sieveking Verlag, München

2016 LOhrBär-Verlag, Regensburg

2017 MaroVerlag, Augsburg

2018 BÜRO WILHELM Verlag

Weitere Informationen

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