Pressemitteilung Nr. 119 vom 22.11.2023 Bayerns Wissenschaftsminister Blume gratuliert Team aus Erlangen zum Deutschen Zukunftspreis: „Eine medizinische Revolution aus Bayern für die ganze Welt“

Bayerisches Team mit Prof. Dr. Michael Uder vom Universitätsklinikum Erlangen gewinnt Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten

MÜNCHEN/BERLIN. Wissenschaftsminister Markus Blume gratuliert dem Gewinnerteam des diesjährigen Deutschen Zukunftspreises aus Erlangen: Das Team aus dem Direktor des Radiologischen Instituts am Universitätsklinikum Erlangen Prof. Dr. med. Michael Uder sowie Dr.-Ing. Stephan Biber und Dr. rer. nat. David M. Grodzki von der Siemens Healthineers AG Erlangen erhielt den mit 250.000 Euro dotierten Preis heute Abend in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ausgezeichnet wurden sie für ihre neuartige Plattform für die Magnetresonanztomographie (MRT).

Wissenschaftsminister Markus Blume bei der Preisverleihung in Berlin: „Eine medizinische Revolution aus Bayern für die ganze Welt: Das Team aus Erlangen hat ein vollkommen neuartiges MRT entwickelt, das Milliarden Menschen in Regionen mit begrenzten finanziellen Mitteln und technischen Möglichkeiten den Zugang zu einem der wichtigsten medizinischen Untersuchungsverfahren ermöglicht. Dass ihre visionäre Idee mit der wissenschaftlichen Exzellenz unserer Universitätsmedizin und der Entwicklungskraft eines bayerischen Weltmarktführers verwirklicht wurde, bestätigt unsere Überzeugung: Innovation und Fortschritt allen zugänglich machen - das ist moderne Soziale Marktwirtschaft! Mit unserer Hightech Agenda Bayern investieren wir 5,5 Milliarden Euro in Spitzenforschung, Zukunftstechnologien und eine herausragende wissenschaftliche Infrastruktur. Das ist einzigartig in Europa und hilft, aus Visionen Innovationen werden zu lassen. Herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Zukunftspreis Prof. Dr. Uder, Dr. Biber und Dr. Grodzki!“

Das Projekt „Offen für alle – ein neues MRT für die Welt“

Das Team hat eine neuartige Plattform für die medizinische Anwendung der Magnetresonanztomographie (MRT) entwickelt. Diese liefert hochauflösende Aufnahmen für medizinische Diagnosen bereits bei einem vergleichsweise schwachen Magnetfeld – ein radikaler Bruch mit dem Paradigma „immer größer und stärker“ des bisherigen technologischen Fortschritts auf diesem Gebiet. Das ermöglicht ein kompakteres Design, macht das Gerät transportabel und kostengünstiger im Einsatz. Dadurch ebnet die Entwicklung den Weg für eine breitere medizinische Nutzung der MRT-Technologie weltweit.

Die Magnetresonanztomographie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der wichtigsten medizinischen Untersuchungsverfahren entwickelt. Sie ermöglicht einen detaillierten Blick in den menschlichen Körper und liefert hochaufgelöste Bilder vor allem von Organen und anderen Weichteilen im Körper. Damit schafft die Technik die Grundlage für eine zuverlässige Diagnose einer Vielzahl von Erkrankungen oder innerer Verletzungen. Doch auch 40 Jahre nach ihrer Einführung ist ein Einsatz der MRT in Kliniken und Arztpraxen bisher noch längst nicht überall möglich – etwa in Ländern mit begrenzten finanziellen Mitteln. Aber auch die Anforderungen an die Infrastruktur lassen sich nicht überall meistern und sind nicht nur ein Problem von Schwellenländern.

Der Deutsche Zukunftspreis

Der Deutsche Zukunftspreis des Bundespräsidenten ist mit 250.000 Euro dotiert und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Mit dem Preis wird einmal im Jahr eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche sowie Software- und Algorithmen-basierte Innovation ausgezeichnet. Voraussetzung ist, dass diese den internationalen Stand der Forschung und Technik deutlich erweitert und dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit marktfähig ist und zur Wertschöpfung und Beschäftigung beiträgt. Preisträgerinnen und Preisträger können Einzelpersonen und Personengruppen sein. Bereits die Nominierung gilt als hohe Auszeichnung.

Weitere Informationen zum Deutschen Zukunftspreis und dem Gewinnerteam finden Sie hier:
Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation | Deutscher Zukunftspreis (deutscher-zukunftspreis.de)

 

Michael Becker, stellv. Pressesprecher, 089 2186 2025

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