Coronavirus FAQ - Grundlegendes zum Hochschulbetrieb, zur Forschung und zum kulturellen Leben

Hochschulen Kulturelles Leben Grundsätzliche Informationen

Die Ausbreitung des Corona-Virus bringt in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens spürbare Veränderungen mit sich. Zur Eindämmung des neuartigen Virus und zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat der Freistaat weitreichende Maßnahmen ergriffen, die auch den Hochschulbetrieb, die Forschung und das kulturelle Leben betreffen. Die dynamischen Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und Maßnahmen überprüft. Nachsteuerungen sind jederzeit möglich.

FAQ: Lehrbetrieb an Hochschulen

An wen können sich Studentinnen und Studenten mit Fragen zu ihrer Studienplanung wenden?

Studentinnen und Studenten können sich mit Fragen zum hochschulischen Lehrbetrieb und zu ihrer Studienplanung unmittelbar an ihre Hochschule wenden.

Welche besonderen Regelungen gelten anlässlich der Corona-Pandemie für den Nachweis bestimmter Qualifikations- und Zugangsvoraussetzungen?

Der Bayerische Landtag hat am 8. Juli 2020 ein Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und weiterer Rechtsvorschriften beschlossen, dass – unter anderem – folgende Regelungen zu Nachweisfristen trifft:

  • Eignungsprüfungen und Eignungsfeststellungsverfahren, Art. 44 Abs. 2 bis 4 BayHSchG sowie das für den Hochschulzugang von qualifizierten Berufstätigen erforderliche Beratungsgespräch nach Art. 45 Abs. 1 und 2 BayHSchG oder das besondere Prüfungsverfahren nach Art. 45 Abs. 2 BayHSchG:

    Die Hochschule kann im Wintersemester 2020/2021 und im Sommersemester 2021 durch Satzung zulassen, dass das Studium bereits vor dem Nachweis der besonderen Qualifikationsvoraussetzungen nach Art. 44 Abs. 2 bis 4 BayHSchG und der Art. 45 Abs. 1 und 2 BayHSchG aufgenommen werden kann, wenn dieser Nachweis durch die Corona-Krise erschwert oder unmöglich gemacht wurde. Der Nachweis der besonderen Qualifikationsvoraussetzungen nach Art. 44 Abs. 2 bis 4 BayHSchG und nach Art. 45 Abs. 1 und Abs. 2 BayHSchG ist spätestens innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Studiums vorzulegen. Wird der Nachweis nicht fristgerecht vorgelegt, so erlischt die Immatrikulation zum Ende des Semesters, in dem der Nachweis hätte erbracht werden müssen.
     
  • Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium, Art. 43 Abs. 5 BayHSchG:

    Für Studentinnen und Studenten, die ihr Masterstudium im Wintersemester 2019/2020 oder im Sommersemester 2020 begonnen haben, kann die Hochschule auf Antrag die Jahresfrist für den Nachweis der Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium gemäß Art. 43 Abs. 5 Satz 3 BayHSchG um bis zu einem halben Jahr verlängern, wenn die Studentinnen und Studenten aufgrund der Corona-Krise ohne Verschulden verhindert waren, die Frist einzuhalten.

Welche Folgen ergeben sich aus der Verschiebung des Vorlesungsbeginns für den Bezug von BAföG?

Das BMBF hat sowohl im Hinblick auf die Weiterförderung als auch die Erstförderung dargelegt, dass BAföG-Geförderte ihre Ausbildungsförderung weiterhin erhalten. Für BAföG-Geförderte ergeben sich also keine Nachteile.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Weitere Informationen:

Müssen Online-Lehrangebote im Hinblick auf die BAföG-Förderung in gleichem Umfang genutzt werden wie andere Lehrangebote?

Ja. Studentinnen und Studenten, die BAföG-Leistungen beziehen, müssen auch im Sommersemester 2020 ihre Ausbildung tatsächlich fortführen und deshalb – entsprechend ihren Möglichkeiten – Online-Angebote im gleichen Umfang wie bei Lehrveranstaltungen im Rahmen des sonst üblichen Lehrbetriebs nutzen.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Welche Möglichkeiten haben Studentinnen und Studenten, denen durch die Corona-bedingten Schließungen Engpässe in der Finanzierung ihres Studiums entstanden sind?

Sehr viele Studentinnen und Studenten sind neben dem Studium erwerbstätig, haben jedoch im Zuge der Corona-Pandemie ihre Studentenjobs verloren.

Um diesen Studentinnen und Studenten in der aktuellen Corona-Krise wegen sich ändernder eigener Einkommensverhältnisse oder derjenigen der Eltern möglichst schnell finanziell unter die Arme greifen zu können, sieht das BAföG Hilfsinstrumente für kurzfristigen Zahlungsbedarf vor, wie z.B. Abschlagszahlungen bei Neuanträgen (§ 51 Abs. 2 BAföG), Vorbehaltsbewilligung bei Folgeanträgen (§ 50 Abs. 4 BAföG) oder die Möglichkeit von Aktualisierungsanträgen (§ 24 Abs. 3 BAföG).

Informationen dazu unter https://www.bafög.de/.

Darüber hinaus hat Bundesministerin Karliczek am 30. April 2020 Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen vorgestellt.

Studentinnen und Studenten können ab dem 8. Mai 2020 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zunächst zinsloses Darlehen beantragen. Ausländische Studierende können ab dem 1. Juni 2020 einen Antrag stellen. Das Darlehen hat eine Höhe von bis zu 650 Euro im Monat. Das Darlehen kann unbürokratisch online beantragt werden (nähere Informationen: www.kfw.de/studienkredit-coronahilfe). Der Zinssatz des Darlehens in Höhe von 0 % gilt bis zum 31.03.2021.

Wie wirkt es sich auf das BAföG aus, wenn BAföG-Empfänger im Kampf gegen Corona tätig sind und dafür entlohnt werden?

Mit dem Gesetz zur Unterstützung von Wissenschaft und Studierenden aufgrund der COVID-19-Pandemie (Wissenschafts- und Studierendenunterstützungsgesetz) vom 25. Mai 2020 wurde – rückwirkend zum 1. März 2020 – eine Anrechnungsregelung in das BAföG aufgenommen (§ 21 Abs. 4 Nr. 5 BAföG), wonach zusätzliche Einnahmen aus einer Tätigkeit in systemrelevanten Branchen und Berufen, soweit die Tätigkeit zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und deren sozialen Folgen seit dem 1. März 2020 aufgenommen oder in ihrem arbeitszeitlichen Umfang aufgestockt wurde, für die Dauer dieser Tätigkeit oder Arbeitszeitaufstockung nicht als Einkommen gilt.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Was gilt in Bezug auf die Förderhöchstdauer bei der BAföG-Förderung?

Die Förderungshöchstdauer für den Bezug von Ausbildungsförderung nach dem BAföG entspricht der Regelstudienzeit (§ 15a Abs. 1 BAföG). Studentinnen und Studenten, die aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie keine oder nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen grundsätzlich keine Nachteile hinsichtlich Regelungen erfahren, die z.B. die Regelstudienzeiten aufgreifen. Der Bayerische Landtag hat am 8. Juli 2020 ein Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes beschlossen, dass – unter anderem – eine Regelung beinhaltet, wonach für die im Sommersemester 2020 in einem Studiengang an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikulierten und nicht beurlaubten Studentinnen und Studenten eine von der Regelstudienzeit abweichende um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit gilt. Damit wird eine – automatische – entsprechende Verlängerung der BAföG-Höchstbezugsdauer um ein Semester erreicht.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG unmittelbar bei dem für Ihre Förderung zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Was gilt für ERASMUS-Studentinnen und -Studenten, deren geplante Reise bzw. Aufenthalt sich durch Corona ändert?

Studentinnen und Studenten können sich mit Fragen zur Planung von studienbezogenen Auslandsaufenthalten während der COVID-19-Pandemie unmittelbar an Ihre Hochschule wenden.

Die bayerischen Hochschulen unterhalten rund 5.800 offizielle Partnerschaften mit internationalen Hochschulen. Dabei vereinbaren sie mit den Partnerhochschule die jeweiligen Bedingungen für die Auslandsaufenthalte und die Einbindung in den Studienablauf. Sofern infolge der Corona-Pandemie die Bedingungen für (geplante) Auslandsaufenthalte infrage stehen, obliegt eine Anpassung der Bedingungen den Hochschulen entsprechend den örtlichen und fachlichen Gegebenheiten im Zusammenwirken mit der jeweiligen Partnerhochschule.

Speziell für Erasmus-Studentinnen und -Studenten hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass bei Änderungen der Reisepläne (Rückkehr, Absage) unter bestimmten Umständen die Kosten bis zur Höhe des vorher vereinbarten Gesamtstipendiums erstattet werden können. Den Erasmus-Studentinnen und ‑Studenten wird empfohlen, Kontakt mit ihrer (Heimat-)Hochschule aufzunehmen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD):

Wo finde ich weitere Informationen zu Fragen rund um die Finanzierung des Studiums?

Das Deutsche Studentenwerk hat Antworten auf vielfältige Fragen z. B. zum Verlust des Nebenjobs, zu Mietkosten oder Studienkrediten zusammengestellt.

Was gilt für Prüfungen?

Hochschulische Prüfungen in Präsenzform können seit dem 27. April 2020 nach entsprechender Vorbereitung mit besonderen, strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen und unter Umsetzung der hochschulischen Hygiene- und Schutzkonzepte wieder durchgeführt werden. Es muss dabei jederzeit lückenlos gewährleistet sein, dass alle geltenden Vorgaben und Empfehlungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz für alle Prüfungsbeteiligten umgesetzt werden. Es gilt insbesondere: Die Abnahme von Prüfungen ist nur zulässig, wenn zwischen allen Teilnehmern ein ständiger Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Soweit die Einhaltung des Mindestabstands aufgrund der Art der Prüfung nicht möglich ist, sind gleichermaßen wirksame anderweitige Schutzmaßnahmen zu treffen. Nicht zum Prüfungsbetrieb gehörende Zuschauer sind nicht zugelassen. Die Entscheidung darüber, ob eine Prüfung unter Einhaltung der jeweils aktuellen Vorgaben durchgeführt werden kann, trifft die jeweilige Hochschule in eigener Verantwortung – gegebenenfalls in Abstimmung mit der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

Studentinnen und Studenten, die aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie keine oder nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen grundsätzlich keine Nachteile hinsichtlich Regelungen erfahren, die z.B. die Regelstudienzeiten aufgreifen.

Der Bayerische Landtag hat am 8. Juli 2020 ein Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes beschlossen, das – unter anderem – vorsieht, dass das Sommersemester 2020 in Bezug auf die in den für Studiengänge maßgeblichen Prüfungsordnungen festgelegten Regeltermine und Fristen nicht als Fachsemester gilt. Damit verschieben beziehungsweise verlängern sich Fachsemester- und damit auch Regelstudienzeit-gebundene Regeltermine und Fristen automatisch. Eine Einzelfallprüfung, bei der Studentinnen und Studenten nachweisen müssten, dass sie für das Versäumnis kein Verschulden trifft, ist nicht erforderlich. Damit wird der Sondersituation im Sommersemester 2020 in prüfungsrechtlicher Hinsicht Rechnung getragen werden. Diese gesetzliche Regelung richtet sich gezielt darauf, nachteilige prüfungsrechtlichen Konsequenzen, nämlich die Nichtbestehensfiktion bei Nichtantritt der infrage stehenden Prüfungen zu verhindern, und den Studentinnen und Studenten damit zeitlichen Spielraum für die Ablegung von Prüfungen zu eröffnen.

Gleichzeitig gilt, dass Prüfungen, die im Sommersemester 2020 trotzdem abgelegt werden, zählen und die entsprechenden ECTS-Punkte erworben werden können. Das Sommersemester 2020 soll trotz der COVID-19-Pandemie gerade kein verlorenes Semester sein.

Bitte informieren Sie sich bei Fragen zu den vorgenannten Prüfungsangelegenheiten unmittelbar bei Ihrer Hochschule.

Zählt das Sommersemester 2020 als Fachsemester? Welche Auswirkungen hat das auf die Regelstudienzeit?

Ja, das Sommersemester 2020 zählt als Fachsemester.

Alle Prüfungen, die im Sommersemester 2020 abgelegt werden, zählen und die entsprechenden ECTS-Punkte können erworben werden. Das Sommersemester 2020 soll trotz der Covid-19-Pandemie gerade kein verlorenes Semester sein.

In Bezug auf die Einhaltung der Regelstudienzeit gilt Folgendes:

Der Bayerische Landtag hat am 8. Juli 2020 ein Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes beschlossen, wonach für die im Sommersemester 2020 in einem Studiengang an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikulierten und nicht beurlaubten Studentinnen und Studenten eine von der Regelstudienzeit abweichende um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit gilt. Damit wird insbesondere eine automatisch entsprechend verlängerte BAföG-Höchstbezugsdauer erreicht (vgl. Was gilt in Bezug auf die Förderhöchstdauer bei der BAföG-Förderung?). Denn trotz der erheblichen Anstrengungen der Hochschulen, ihren Studentinnen und Studenten trotz der COVID-19-Pandemie ein möglichst umfassendes, praktikables und flexibles Studienangebot bereitzustellen, kann nicht von einem „normalen“ Studienverlauf ausgegangen werden. Es gebot sich daher, diese Sondersituation – ergänzend zu den auch im Gesetz enthaltenen prüfungsrechtlichen Sonderregelungen (Vgl. Was gilt für Prüfungen?) – auch im Hinblick auf die Frage, ob sie ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit abschließen konnten, abzubilden.

Denn Studentinnen und Studenten, die aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie keine oder nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen grundsätzlich keine Nachteile hinsichtlich Regelungen erfahren, die z.B. die Regelstudienzeiten aufgreifen.

Können bereits entfallene Lehrveranstaltungen während des Sommersemesters nachgeholt werden?

Die Entscheidung darüber, ob die Stoffvermittlung verdichtet wird, treffen die Hochschulen in eigener Verantwortung. Dabei müssen sie darauf achten, dass die Studierbarkeit gewährleistet ist. Die Hochschulen können hierzu insbesondere auf Online-Lehre oder eine Verdichtung von Lehrveranstaltungen setzen.

Kann eine ehrenamtliche Tätigkeit von Studentinnen und Studenten, die dazu beiträgt, der Corona-Pandemie zu begegnen, im Studium angerechnet werden?

In Zeiten der Corona-Pandemie wird in vielen Bereichen jede helfende Hand gebraucht, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen bzw. den Auswirkungen zu begegnen. 

Für Studentinnen und Studenten, die sich ehrenamtlich engagieren, besteht die Möglichkeit, dass diese Tätigkeit auf das Studium angerechnet wird, wenn Gleichwertigkeit zu den im Studiengang zu erwerbenden Kompetenzen besteht. Die Gleichwertigkeit muss bezüglich Inhalt und Niveau bestehen und ist damit davon abhängig, welche Anforderungen an die benötigten Praktika oder entsprechenden Module des jeweiligen Studiengangs gestellt werden. Inwiefern Gleichwertigkeit gegeben ist, prüft die jeweilige Hochschule für den jeweiligen Einzelfall u.a. auf Basis der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge.

Darüber hinaus sind spezielle Regelungen zu beachten, wie beispielsweise im Bereich der Medizin, in dem die Approbationsordnung für Ärzte abstrakt regelt, in welchem Umfang verschiedene Tätigkeiten auf das Medizinstudium angerechnet werden. Die konkrete Entscheidung trifft hier das bei der Regierung von Oberbayern eingerichtete Landesprüfungsamt bei der Anmeldung zu einer Prüfung.

Was gilt für Online-Angebote, die auch schon während der vorlesungsfreien Zeit verfügbar waren?

Die Hochschulen im Freistaat haben seit Wochen mit großer Einsatzbereitschaft ihre Online-Angebote für digitale Lehre massiv ausgebaut. So können Studentinnen und Studenten trotz des aktuellen Wegfalls von Präsenzveranstaltungen weiterhin erfolgreich an ihrem Lernfortschritt arbeiten. Angebote, die freiwillig bereits vor dem Vorlesungsbeginn am 20. April wahrgenommen werden konnten, müssen mit Blick auf die Chancengleichheit in einer für alle Studentinnen und Studenten zugänglichen Weise bereitgestellt werden. Studentinnen und Studenten, die diese freiwilligen Lernangebote nicht genutzt haben, ist nach Beginn der Vorlesungszeit eine angemessene Zeit einzuräumen, damit sie etwaiges für den Fortgang der Lehrveranstaltungen erforderliches Vorwissen nachholen können. Insbesondere prüfungsrelevante Online-Angebote müssen also nach dem Beginn der Vorlesungszeit noch verfügbar sein bzw. nochmals angeboten werden. Auch Prüfungstermine müssen so gelegt werden, dass alle Studentinnen und Studenten eine angemessene Vorbereitungszeit haben.

Was gilt für die Hochschulbibliotheken?

Zum Zwecke eines wirksamen Infektionsschutzes erfolgte die Wiederaufnahme des Bibliotheksbetriebs schrittweise und behutsam auf der Grundlage der geltenden infektionsschutzrechtlichen Vorgaben und der mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) abgestimmten Hygienekonzepte. Bereits seit dem 27. April 2020 dürfen Hochschulbibliotheken auf der Grundlage dieser Hygienekonzepte wieder eingeschränkte Vor-Ort-Leistungen anbieten. Für die Hochschulbibliotheken gilt insbesondere (§ 22 7. BayIfSMV), dass sicherzustellen ist, dass grundsätzlich zwischen den Nutzern ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann (vgl. für den Kunstbereich auch den Menüpunkt "Sind Bibliotheken und Archive geöffnet?"). Daneben gelten alle allgemeinen Vorgaben, Hinweise und Empfehlungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz.

Fragen und Anliegen zum Betrieb der Hochschulbibliotheken können unmittelbar an die jeweilige Hochschule gerichtet werden.

Welche Auswirkungen hat die Verschiebung des Vorlesungsbeginns bzw. die vorübergehende Einstellung des Präsenzlehrbetriebs an den staatlichen Hochschulen auf Lehraufträge?

Lehrbeauftragte sind selbstständig Beschäftigte. Die Folgen einer Verschiebung oder der temporären Einstellung des Lehrbetriebs richten sich daher nach den konkreten inhaltlichen Festlegungen der Bestellung.

Erfolgt die Umstellung auf Onlineangebote in der Gestalt, dass eine als Präsenzlehrveranstaltung geplante Lehrveranstaltung gefilmt und online bereitgestellt wird, dann werden die so geleisteten Lehrveranstaltungen entsprechend einer Präsenzveranstaltung vergütet. Die Hochschule stellt hierfür die erforderliche technische Unterstützung bereit.

Im Fall der Verlegung der Lehrveranstaltung innerhalb des Semesters kann der Lehrauftrag in aller Regel weiterhin auftragsgemäß erfüllt und (zu einem späteren Zeitpunkt) vergütet werden. Die Hochschule kann dem einzelnen Lehrbeauftragten eine angemessene Vorschusszahlung im Hinblick auf den zeitlich verzögerten Abruf des Lehrauftrags gewähren.

Ist die tatsächliche Erfüllung des Auftrags unmöglich geworden, prüft die Hochschule den Widerruf des Lehrauftrags. Die oder der Lehrbeauftragte erhält dann für die ausgefallenen Veranstaltungen die für diesen Fall vorab vereinbarte Kompensationsleistung. Sollte eine solche Kompensationsfestlegung nicht erfolgt sein, ist im Nachhinein ein angemessener Betrag zu bestimmen.

Wird im Wintersemester 2020/2021 wieder mehr Präsenzlehre an den Hochschulen möglich sein? Wird auch das Wintersemester 2020/2021 ein Online-Semester?

Die Bayerische Staatsregierung hat am 28. Juli 2020 beschlossen, dass die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an bayerischen Hochschulen zum Wintersemester 2020/2021 ermöglicht wird.

Ziel ist es, im Wintersemester 2020/2021 grundsätzlich Lehrveranstaltungen in Präsenzform durchführen zu können, soweit das Infektionsgeschehen dies zulässt.

Insbesondere, aber nicht nur für Studienanfängerinnen und -anfänger, für Abschlussjahrgänge sowie in Ausbildungsabschnitten mit besonderem praktischen Bezug soll ein verstärkter Präsenzbetrieb ermöglicht werden.

Grundlage für die Durchführung von Präsenzveranstaltungen an bayerischen Hochschulen ist die Beachtung der allgemeinen Regelungen des Infektionsschutzes sowie die von den Hochschulverbünden in Abstimmung mit den Bayerischen Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Gesundheit und Pflege erarbeiteten und fortzuschreibenden Rahmenkonzepte.

Die Hochschulen in Bayern haben damit die Möglichkeit, ihr konkretes Lehrangebot an den jeweiligen Hochschultyp, die einzelnen Fächer und an andere hochschuleigene Anforderungen anzupassen und dadurch passgenaue und verlässliche Hygienevorkehrungen vor Ort zu treffen – immer abhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen und nach dem Vorrang des Gesundheitsschutzes. Die Hochschulen können so ihre Präsenzlehre flexibel durch Online-Lehrformate ergänzen und damit den Innovationsschub bei der Digitalisierung der Hochschullehre aus dem Sommersemester 2020 gezielt fortführen.

Die weiteren Entwicklungen im Infektionsgeschehen der COVID-19-Pandemie unterliegen einer fortwährenden und sorgfältigen Beobachtung, können jedoch leider nicht vorhergesehen werden. Die Organisation und Ausgestaltung der hochschulischen Lehre liegen grundsätzlich in der Eigenverantwortung der Hochschulen im Rahmen der geltenden Rechtsvorgaben.

Einzelfragen zur konkreten Planung des Lehr- und Studienbetriebs und den Hygienemaßnahmen vor Ort können jederzeit unmittelbar an die jeweilige Hochschule gerichtet werden.

Welche Vorgaben gelten für den Hochschulbetrieb im Wintersemester 2020/2021, um einen möglichst verlässlichen Infektionsschutz zu gewährleisten?

Ein umfassender, konsequenter und dadurch möglichst wirksamer Infektionsschutz im gesamten Hochschulbetrieb genießt höchste Priorität. Daher sind Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig (§ 21 7. BayIfSMV in der Fassung vom 01. Oktober 2020):

1. Jede Hochschule stellt durch geeignete Maßnahmen sicher, dass zwischen allen Beteiligten grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird. Soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, besteht Maskenpflicht.

2. Unter Beachtung dieser Anforderungen sind zu Präsenzveranstaltungen höchstens 200 Personen zugelassen.

3. Jede Hochschule ist verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

4. Jede Hochschule muss in diesem Konzept auch geeignete Maßnahmen vorsehen, um eine Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu ermöglichen.

Bei praktischen Übungen im Rahmen des Studiums für medizinische und zahnmedizinische Berufe gilt für die Beteiligten Maskenpflicht und das Gebot, nach Möglichkeit durchgängig einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Für die jeweilige Einrichtung gilt die Verpflichtung, ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen, entsprechend.

Darüber hinaus gilt – je nach Infektionsgeschehen vor Ort – eine Maskenpflicht in den Hochschulen auch am Platz (§ 25a Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 7. BayIfSMV). Diese Maskenpflicht gilt nach § 25a Abs. 1 7. BayIfSMV in allen Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen laut Feststellung des Robert Koch-Instituts (RKI) oder des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Zahl der Neuinfektionen von 35 pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten wird oder vor weniger als 6 Tagen noch überschritten worden ist. Maßgeblich ist die Bekanntgabe der Landkreise und kreisfreien Städte auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) unter https://www.stmgp.bayern.de. Zeitlich gelten diese Vorgaben ab dem Tag, der auf den Tag der erstmaligen Nennung folgt, bis zum Ablauf des Tages der letztmaligen Nennung. Die Maskenpflicht nach § 25a Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 7. BayIfSMV gilt auch für Dozentinnen und Dozenten. Für hochschulische Prüfungen gilt im Besonderen die spezielle Regelung des § 17 7. BayIfSMV (vgl. „Was gilt für Prüfungen?“).

Konkretisierend gelten für die einzelnen Hochschularten die Bestimmungen der mit dem StMGP abgestimmten Rahmenhygienekonzepte für die Hochschulen, deren Vorgaben von den Hochschulen in ihren eigenen Schutz- und Hygienekonzepten vor Ort umzusetzen sind. 

Darüber hinaus gelten alle allgemeinen Vorgaben und Empfehlungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass gegebenenfalls – je nach den weiteren Veränderungen im Infektionsgeschehen – möglicherweise zusätzliche beziehungsweise strengere Vorgaben und Maßnahmen der jeweiligen Hochschule und/oder der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zu beachten sind.

Bitte informieren Sie sich daher bereits im Vorfeld unmittelbar bei Ihrer Hochschule über die vor Ort jeweils aktuell geltenden Hygiene- und Schutzvorgaben.

 

Welche Vorlesungszeiten gelten im Wintersemester 2020/2021 für die Hochschulen in Bayern?

Aufgrund der veränderten Vorlesungszeiten im Sommersemester 2020 ergeben sich teilweise auch veränderte Vorlesungszeiten für das Wintersemester.

An den Universitäten beginnt die Vorlesungszeit in diesem Wintersemester am 2. November und endet am 26. Februar. Die Universitäten können den Vorlesungszeitraum um bis zu zwei Wochen verkürzen, wenn der vorgesehene Unterrichtsstoff studierbar angeboten wird.

Für die höheren Fachsemester in

  • Humanmedizin,
  • Molekulare Medizin,
  • Zahnmedizin und
  • Pharmazie

kann die einzelne Universität beschließen, dass die Vorlesungszeit vom 12. Oktober bis zum 5. Februar dauert. 

An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen gilt die übliche Vorlesungszeit vom 1. Oktober bis zum 25. Januar. Eine Ausnahme bilden die Studienanfängerinnen und -anfänger in zulassungsbeschränkten grundständigen Studiengängen, die zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung vergeben werden. Für sie beginnt die Vorlesungszeit am 2. November und endet am 19. Februar. Die einzelne Hochschule kann den Vorlesungszeitraum um bis zu vier Wochen verkürzen, wenn der vorgesehene Unterrichtsstoff studierbar angeboten wird.

Die jeweilige Hochschule kann außerdem durch Beschluss für Studienanfängerinnen und Studienanfänger in allen grundständigen Studiengängen im Wintersemester 2020/2021 die Vorlesungszeit einheitlich festlegen.

An den Kunsthochschulen bleibt es bei den üblichen Vorlesungszeiten.

Die Verordnung zur Festlegung der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2020/2021 an den Universitäten und Fachhochschulen in Bayern vom 8. Juli 2020 finden Sie hier.

FAQ: Hochschulforschung

Welche Konsequenzen ergeben sich für den Forschungsbetrieb?

Der Forschungsbetrieb läuft, auch die Verwaltung arbeitet weiter. Selbstverständlich ist dabei große Achtsamkeit geboten und besonderes Augenmerk auf die Einhaltung aller Vorgaben und Empfehlungen zur Hygiene zu legen.

Weitere Informationen der staatlichen Hochschulen zu Corona

Hochschulen für angewandte Wissenschaften

HAW Aschaffenburg:
https://www.th-ab.de/ueber-uns/presse-aktuelles/informationen-zum-coronavirus/

HAW Ansbach:
https://www.hs-ansbach.de/startseite/corona-haeufige-fragen/

HAW Coburg:
https://www.hs-coburg.de/ueber-uns/veranstaltungen/coburg-contra-corona.html#c8637

HAW Landshut:
https://www.haw-landshut.de/aktuelles/coronavirus.html

TH Nürnberg:
https://www.th-nuernberg.de/einrichtungen-gesamt/zentrale-einrichtungen/hochschulservice-fuer-familie-gleichstellung-und-gesundheit/informationen-rund-um-die-situation-der-corona-pandemie/

TH Rosenheim:
https://www.th-rosenheim.de/die-hochschule/aktuelles/faq-in-bezug-auf-corona/

HAW Würzburg-Schweinfurt:
https://www.fhws.de/hochschule/die-fhws/aktuelles-zum-coronavirus/

TH Deggendorf:
https://www.th-deg.de/de/hochschule/aktuelles-zum-coronavirus

TH Ingolstadt:
https://www.thi.de/hochschule/corona-updates

HAW Neu-Ulm:
https://www.hnu.de/hnu/hnu-news/detail/2020/02/28/aktuelle-information-coronavirus?cHash=49e3322d4a9f036a3452284489aa5eab

HAW Augsburg:
https://www.hs-augsburg.de/Kommunikation/Informationen-und-Umgang-mit-Corona-Virus-Sars-CoV-2.html

HAW Kempten:
https://www.hs-kempten.de/hochschule/aktuelles/coronavirus

HAW München:
https://www.hm.edu/sekundaer_navigation/presse/corona_virus/index.de.html

OTH Regensburg:
https://www.oth-regensburg.de/index.php?id=6340

HAW Weihenstephan-Triesdorf:
https://www.hswt.de/hochschule/coronavirus.html

OTH Amberg-Weiden:
https://www.oth-aw.de/informieren-und-entdecken/aktuelles/neuigkeiten/news/202007106116-informationen-zum-coronavirus/

HAW Hof:
https://www.hof-university.de/ueber-uns/infos-zum-corona-virus.html

Corona und die bayerische Hochschullandschaft: Wissenschaftsminister Bernd Sibler informiert

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FAQ: Kulturelles Leben

Wie wird das Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler umgesetzt?

Das vom bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder angekündigte und vom Ministerrat  beschlossene Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler wurde zur Sicherung des Lebensunterhalts und Kompensation von Honorarausfällen infolge der Corona-bedingten Schließungen von Kultureinrichtungen und Veranstaltungsausfällen aufgelegt. 140 Millionen Euro sollen dafür zur Verfügung gestellt werden. Das Hilfsprogramm für Künstlerinnen und Künstler wird nach Rückmeldungen aus der Szene für einen erweiterten Kreis der Anspruchsberechtigten umgesetzt: Antragsberechtigt sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit Hauptwohnsitz in Bayern, wenn sie nach Künstlersozialversicherungsgesetz versichert sind oder nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt überwiegend mit erwerbsmäßiger künstlerischer Tätigkeit verdienen, auch wenn sie nicht über die KSK versichert sind, inhaltlich aber die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen. Die Anpassung des Programms für einen erweiterten Kreis von Personen soll der Lebenswirklichkeit der Künstlerinnen und Künstlern gerecht werden. Die Künstlerinnen und Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Corona-Pandemie zur Sicherstellung des Lebensunterhalts nicht ausreichen.

Der Bayerische Ministerrat hat am 26. Mai 2020 beschlossen, dass auch freischaffende Künstlerinnen und Künstler antragsberechtigt sein sollen, die Leistungen nach der „Soforthilfe Corona“ des Freistaats Bayern und des Bundes von weniger als ins-gesamt 3.000 Euro bezogen haben. Die Leistungen nach der „Soforthilfe Corona“ werden hierzu auf die Leistungen nach dem Künstlerhilfsprogramm angerechnet. Mit Leistungen nach dem Künstlerhilfsprogramm kann damit eine Aufstockung der Hilfsleistungen auf insgesamt bis zu 3.000 Euro erfolgen.

Die Online-Antragstellung ist unter diesem Link möglich:

https://www.kuenstlerhilfe-corona.bayern

Bearbeitet werden die Anträge bei den Bezirksregierungen, die sich um eine zügige Auszahlung der Soforthilfe kümmern.

Für Informationen und Fragen steht eine Hotline zur Verfügung. Sie erreichen Sie unter der Nummer 089 233 289 22. Sie ist von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 13 Uhr erreichbar.

Wir bitten um Verständnis, dass Fragen zu einzelnen Anträgen (Bearbeitungsstand etc.) von dieser Hotline nicht beantwortet werden können.

 

Weitere Informationen rund um das Künstlerhilfsprogramm finden Sie hier:

https://www.stmwk.bayern.de/hilfsprogramm

Wie ist das Hilfsprogramm für Laienmusikvereine ausgestaltet?

Zum 1. Juli 2020 startet das Hilfsprogramm für Laienmusikvereine in Bayern. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Laienmusikvereine mit Sitz in Bayern, die in einem der Laienmusikverbände Mitglied sind. Gefördert werden musikalische Aktivitäten der Laienmusikvereine, wie Konzerte, GEMA-Kosten, besondere Maßnahmen aufgrund von Schutz- und Hygienekonzepten und Kosten für Ensembleleiter, die wegen Einnahmeausfällen aufgrund der Corona-Pandemie von den Vereinen nicht (vollständig) getragen werden können. Die Förderung bemisst sich am Förderbedarf und beläuft sich auf bis zu 1.000 € pro Verein zzgl. bis zu 500 € pro weiterem Ensemble.

Förderanträge sind beim jeweiligen Laienmusikverband im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2020 zu stellen.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Bayerischen Musikrates unter https://www.bayerischer-musikrat.de/

Wie ist das Spielstättenprogramm ausgestaltet?

Zum 1. Juli 2020 startet das Hilfsprogramm für kulturelle Spielstätten in Bayern. Antragberechtigt sind Betreiberinnen und Betreiber von kleineren und mittleren Spielstätten im Bereich Theater, Musik, Kleinkunst und Kabarett, die weder öffentlich getragen sind noch institutionell von öffentlicher Hand gefördert werden. Die Finanzhilfe bemisst sich am Liquiditätsbedarf für das zweite Halbjahr 2020; dies ist von einem Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer zu bestätigen. Berücksichtigungsfähig sind neben laufenden Sachkosten wie Mieten auch die Personalkosten einschließlich eines (fiktiven) Unternehmerlohns. Die finanziellen Höchstgrenzen der Finanzhilfe sind abhängig von der Zahl der Beschäftigten (bei voller Ausschöpfung der Laufzeit von 6 Monaten: bis 5 Mitarbeiter 50.000 € / bis 10 Mitarbeiter 100.000 € / über 10 Mitarbeiter 300.000 €).

Anträge können online über „Bayern Innovativ“ im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2020 gestellt werden.

Weitere Informationen sowie der Antrag finden sich auf der Homepage von Bayern Innovativ unter  https://www.bayern-innovativ.de/spielstaettenprogramm

Wie erhalten selbstständige Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Einrichtungen Hilfe bei Liquiditätsengpässen, die durch die Corona-Pandemie versursacht wurden?

Auf Landes- sowie auf Bundesebene gibt es wirtschaftliche Soforthilfeprogramme. Der Freistaat hat den Vollzug der Programme übernommen. Der Antrag kann (nur) online über die Homepage des bayerischen Wirtschaftsministeriums gestellt werden.

Aktualisierung: Das Programm ist zum 31.5. ausgelaufen. Ein Anschlussprogramm wird derzeit auf Bundesebene erarbeitet.

Darüber hinaus geben das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (Bayernkreativ) und die Bundesregierung jeweils einen Überblick über Möglichkeiten weiterer (finanzieller) Unterstützung.

Welche förderrechtlichen Konsequenzen entstehen im Zuge der Corona-Pandemie für Zuwendungsempfänger des bayerischen Kunstministeriums?

  • Wenn der laufende Förderzweck (Betrieb einer Kultureinrichtung wie z.B. Theater oder Sing- und Musikschulen) aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend (wegen temporäre Schließung etc.) nicht erreicht wird:    

Für die Zeit der vorübergehenden Nichterreichung des Zuwendungszwecks aufgrund der Corona-Pandemie werden nicht zu vermeidende Ausgaben (insbesondere Fixkosten wie Personalausgaben, Miete etc.) als zuwendungsfähig anerkannt und Mindereinnahmen in den laufenden Förderverfahren berücksichtigt. Auch Ausgaben, die erst durch Schadensminderungsmaßnahmen entstanden sind (z.B. Kosten für die Stornierung einer als zuwendungsfähig anerkannten Anmietung eines Veranstaltungsraums), können berücksichtigt werden. Der Zuwendungsempfänger ist angehalten, die in diesem Zeitraum anfallenden Ausgaben so gering wie möglich zu halten.

  • Wenn das beantragte Projekt (Veranstaltung, Festival etc.) aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden kann:                    

Der Zuwendungszweck wird auch erreicht, wenn das Projekt in geänderter Form – etwa unter Nutzung von virtuellen und digitalen Möglichkeiten – in einem kleineren Format oder zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr 2020 durchgeführt wird. Auch Ausgaben, die erst durch Schadensminderungsmaßnahmen entstanden sind (z.B. Kosten für die Stornierung einer als zuwendungsfähig anerkannten Anmietung eines Veranstaltungsraums), können berücksichtigt werden. Lediglich Ausgaben, die nicht für die Neuansetzung der Veranstaltung verwendet werden können, sind nicht zuwendungsfähig (bspw. Kosten für Werbeanzeigen).

Wenn der Zuwendungszweck  wegen Ausfall des Projekts nicht erreicht werden kann, können beantragte Projektförderungen leider nicht bewilligt werden. Auch wenn bereits ein Bewilligungsbescheid erlassen wurde, können keine Auszahlungen mehr erfolgen, selbst wenn bereits Ausgaben geleistet wurden. Wenn Zuwendungsempfänger im Vorfeld der Pandemie bereits Fördermittel aufgrund eines Bewilligungsbescheids erhalten haben, werden diese jedoch ausnahmsweise nicht zurückgefordert,  wenn die Fördermittel bereits zweckmäßig verwendet wurden.

Sofern dem Zuwendungsempfänger durch die Nichtbewilligung eine besondere existentielle Härte widerfährt, kann im Einzelfall eine einmalige institutionelle Förderung gewährt werden. Die Förderung kann maximal in Höhe der ausbleibenden Projektförderung erfolgen. Ein vollständiger Nachteilsausgleich ist nicht möglich. Die Zuwendungsempfänger haben sich aktiv um eine Minimierung der Ausgaben zu bemühen.

Da bei kommunalen Antragstellern eine institutionelle Förderung grundsätzlich nicht möglich ist, ist bei Vorliegen einzelfallbezogener besonderer Härten eine Verschiebung des Projekts in das Jahr 2021 und eine Anpassung des Bewilligungszeitraums denkbar. Hierzu sollte unverzüglich Kontakt mit der Bewilligungsbehörde aufgenommen und die besondere Härte dargelegt werden.

                                                                                                                                                  

Wie wirkt sich Kurzarbeit auf die staatliche Kulturförderung durch das Kunstministerium aus?

Zur Entlastung der durch das Corona-Virus ausgelösten prekären wirtschaftlichen Lage vieler Förderempfänger im Kulturbereich sollten diese auch die Möglichkeit einer Beantragung von Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit nutzen, sofern die Antragsvoraussetzungen hierfür vorliegen.

Dies hängt maßgeblich vom erfolgreichen Abschluss einer Betriebsvereinbarung bzw. der Zustimmung der Belegschaft ab. Das bayerische Kunstministerium wertet es dabei nicht als förderschädlich, wenn von ihm geförderte Kultureinrichtungen das Kurzarbeitergeld auf bis zu 100% des Nettogehalts aufstocken. Entsprechende Leistungen werden als zuwendungsfähig anerkannt, soweit eine Förderung der Personalausgaben erfolgt.

Das Kurzarbeitergeld wird frühestens ab dem Kalendermonat gezahlt, in dem die Anzeige über den Arbeitsausfall bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit eingegangen ist. Zur weiteren Bearbeitung Ihrer Anzeige benötigt die Bundesagentur für Arbeit bereits bei der Anzeige die Einverständniserklärung der Mitarbeiter/innen zur Kurzarbeit bzw. - in Fällen mit Betriebsrat - die hierzu abgeschlossene Betriebsvereinbarung.

Werden die betroffenen staatlichen Kultureinrichtungen die bereits verkauften Tickets rückerstatten?

Wer für den Zeitraum der Schließungen ein Ticket für eine staatliche Kultureinrichtung gekauft hat, kann dieses an den entsprechenden Einrichtungen zurückgeben und erhält sein Geld zurück. Kunstminister Bernd Sibler hat sich dafür eingesetzt und sieht darin eine vertrauensbildende Maßnahme. Sie verdeutlicht den hohen Wert von Kunst und Kultur für den Freistaat.

Welche Vorgaben gelten für die Öffnung von Musikschulen und Erteilung von Musikunterricht?

Gemäß § 20 Absatz 2 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV, Stand 01.10.2020) darf an Musikschulen – inkl. Privatmusikinstituten – Unterricht nun auch in Gruppen erteilt werden. Dabei ist zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m, bei Blasinstrumenten und Gesang ein Mindestabstand von 2 m, zu wahren. Beides gilt entsprechend für Musikunterricht außerhalb von Schulen.

Bei konkreten Fragen im Einzelfall können Sie sich an Ihre zuständige örtliche Gesundheitsbehörde wenden.

FAQs zur Wiederaufnahme des Theater-, Konzert- und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs

Sind Bibliotheken und Archive geöffnet?

Staatliche Bibliotheken und Archive konnten seit dem 27.04.2020 wieder schrittweise geöffnet werden, wobei eine vollständige Öffnung in Stufen erfolgte und nur unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregelungen möglich ist. Mittlerweile dürfen auch öffentliche Bibliotheken wieder ihre Türen für Besucher öffnen (vgl. auch den Menüpunkt "Was gilt für die Hochschulbibliotheken?").

Dabei ist bei Bibliotheken und Archiven sicherzustellen, dass grundsätzlich zwischen den Nutzern ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann (§ 22 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung).

Welche Regeln gelten für weitere Kultureinrichtungen?

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten können unter gewissen Voraussetzungen, wie Besucherbegrenzungen und der Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts, wieder für den Besuchsverkehr öffnen (vgl. § 23 Abs.1 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung).

Welche kulturellen Angebote gibt es trotz Schließungen?

Trotz teilweiser verbleibender Schließung staatlicher und nichtstaatlicher Kultureinrichtungen für den Publikumsverkehr engagiert sich die gesamte Kunst- und Kulturszene in Bayern mit einem breiten digitalen Angebot. Kunst und Kultur sollen damit für die Menschen auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkung und Kontaktverbot zugänglich sein.

Weitere Informationen: https://www.stmwk.bayern.de/kuk-trotz-corona

Dürfen Theater-, Konzert- und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden?

Theater- und Konzertveranstaltungen und sonstige kulturelle Veranstaltungen dürfen derzeit mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 200 Gästen im Freien sowie 100 Gästen in geschlossenen Räumen stattfinden. Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen beträgt die Anzahl der möglichen Besucher in geschlossenen Räumen höchstens 200 und unter freiem Himmel höchstens 400. Ebenso sind die dafür notwendigen Proben möglich.

Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann auf Antrag Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen mit mehr als 200 bzw. 400 Besuchern unter freiem Himmel erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Welche Maßgaben sind bei der Durchführung von Theater-, Konzert- und anderen kulturellen Veranstaltungen zu beachten? (Rahmenhygienekonzept) - Stand 2. Juli 2020

Am 2. Juli 2020 haben das Bayerische Kunstministerium und das Bayerische Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Bekanntmachung das „Hygienekonzept Kulturelle Veranstaltungen und Proben“ aktualisiert. Es steht im Bayerischen Ministerialblatt zum Download zur Verfügung. 

Welche Planungen bestehen für kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 400 Gästen im Freien bzw. mehr als 200 Gästen in geschlossenen Räumen?

Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann derzeit auf Antrag Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen mit mehr als 200 bzw. 400 Besuchern unter freiem Himmel erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Im Übrigen bitten wir um Verständnis, dass über weitere Öffnungen erst dann entschieden werden kann, wenn die Pandemieentwicklung eine weitere Öffnung zulässt und Erfahrungen mit den derzeitigen Öffnungsschritten vorliegen.

Ab wann dürfen Chöre im Bereich der Laienmusik wieder proben und auftreten?

Der Chorgesang im Bereich der Laienmusik ist seit dem 22. Juni 2020 unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. § 23 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. § 5 Abs. 3 der 7. BayIfSMV)  wieder zugelassen. Voraussetzung ist u.a. die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts.

Welche Maßgaben sind bei Chorgesang im Bereich der Laienmusik zu beachten? (Rahmenhygienekonzept) - Stand 6. Juli 2020

Am 6. Juli haben das Bayerische Kunstministerium und das Bayerische Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Bekanntmachung das „Hygienekonzept für Chorgesang im Bereich der Laienmusik“ aktualisiert. Es steht im Bayerischen Ministerialblatt zum Download zur Verfügung.

Corona und die bayerische Kunst- und Kulturlandschaft: Kunstminister Bernd Sibler informiert (Stand: 28. Mai 2020)

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Grundsätzliche Informationen

Wo finde ich die aktuellen Regelungen nach der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung?

Die konsolidierte Lesefassung der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 1. Oktober 2020 (BayMBl. Nr. 562) finden Sie zur Webansicht hier.

Diese Verordnung tritt am 2. Oktober 2020 in Kraft und mit Ablauf des 18. Oktober 2020 außer Kraft. 

Wann liegt ein begründeter Verdachtsfall vor?

Als begründete Verdachtsfälle werden Personen mit Atemwegssymptomatik betrachtet, die sich  in den letzten 14 Tagen entweder im Risikogebiet aufgehalten haben oder engeren Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten.

Wie sollen sich Hochschulen und kulturelle Einrichtungen verhalten, wenn ein Verdachts- bzw. Kontaktfall vorliegt?

Hat die Hochschule oder die kulturelle Einrichtung Kenntnis von Verdachts- bzw. Kontaktfällen, ist unverzüglich Kontakt mit dem zuständigen Staatlichen Gesundheitsamt (GA) aufzunehmen. Die Betroffenen sind darüber zu informieren. Das Gesundheitsamt bewertet das gegebene Gesundheitsrisiko und veranlasst die notwendigen und umzusetzenden Maßnahmen.

Wo sind tagesaktuelle Informationen zur dynamischen Entwicklung zu finden?

Tagesaktuelle Informationen zum Infektionsgeschehen sind auf den Internetseiten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und über den "Infektionsmonitor Bayern" des Bayerischen Gesundheitsministeriums abrufbar.

Gibt es eine Hotline?

Ja. Sollten Unsicherheiten oder weiterer Informationsbedarf bestehen, kann man sich an die Coronavirus-Telefon-Hotline wenden: 089 122 220

Weitere Informationen sind zudem hier abrufbar:

Allgemeine Vorgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

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